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Will man die Geschichte der Erzgebirgsausstellung von Anfang an erzählen, dann muß man sehr weit ausholen:
Schon vor vielen Jahren entdeckte Heide Ripken, Schwiegertochter von Franz Ripken, der 1932 sein Fachgeschäft für Augenoptik in Osnabrück gründete, ihre Leidenschaft für die handwerklichen Erzeugnisse aus dem Erzgebirge, zunächst vor allem für die weltberühmten Blumenkinder und die Engelkapelle.
Leider waren damals das Erzgebirge und Osnabrück aufgrund der politischen Gegebenheiten sehr viel weiter voneinander entfernt, als es ein Blick auf die Landkarte hätte vermuten lassen, so daß es gar nicht so einfach war, eine Sammlung aufzubauen oder zu vervollständigen.
Nur vereinzelt tauchte in den Fachgeschäften hin und wieder einmal ein neues Engelchen auf, und Bestellungen waren in erster Linie Ausdruck einer unbestimmten Hoffnung und in den seltensten Fällen mit einer realistischen Aussicht auf baldige Lieferung verbunden.
Gut in Erinnerung ist allen noch die erste Weihnachtspyramide, die nach langer Wartezeit endlich ausgepackt werden konnte und auf dem heimischen Wohnzimmertisch vor den staunenden Augen der ganzen Familie ihre ersten Runden drehen durfte. (Was sie, nebenbei bemerkt, auch immer noch jedes Jahr tut...)
Mit der "Wende" und Maueröffnung 1989 änderte sich die Situation schlagartig, und 1991 wurde schließlich die Idee geboren, als Abwechslung zu den immergleichen Styroporschneemännern, Plastiknikoläusen und leeren Dekorations-Geschenkpäckchen einmal etwas anderes als Blickfang im Schaufenster der Franz Ripken Augenoptikermeister GmbH einzusetzen: die weihnachtlichen Artikel aus dem Erzgebirge.
Allerdings grauste es Heide Ripken und Tochter Antje, die inzwischen ebenfalls ein Faible für die Erzgebirgische Volkskunst entwickelt hatte, bei dem Gedanken, die in jahrelanger, mühevoller Kleinarbeit zusammengetragenen Figuren, die jede einzelne auf irgendeine Weise mit besonderen Erinnerungen verbunden war, könnten bei einer Ausstellung Schaden nehmen, zerstört oder gar gestohlen werden.
So setzte sich also die ganze Familie ins Auto und fuhr gen Osten, um einige - auch größere - Ausstellungsstücke für die Weihnachtsdekoration ins Auge zu fassen...
Die erste Ausstellung...
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