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Bäckeraufzug von 1889
Die Tradition der Bäckeraufzüge geht auf das Jahr 1529 zurück, in dem Kaiser Karl V. den Bäckern das Recht, öffentliche Aufzüge zu halten, verliehen hat, nachdem ein Weißbäcker die geplante Zerstörung der Wiener Stadtbefestigung durch die die Stadt belagernden Türken vereitelt hatte.
In Dresden ist 1530 der erste Bäckeraufzug abgehalten worden. 1692 wurde dieses Recht durch den Kurfürsten Johann Georrg IV. bestätigt und den Bäckergesellen 1 Scheffel Weizen aus den Beständen des Hofes zum Fertigen von drei großen Striezeln überlassen. Später wurde die Ablieferung des Gebäcks für die königliche Tafel, bei der die Bäckergesellen jedes Mal 12 Taler ausgezahlt bekamen, zur weihnachtlichen Tradition.
Am 29. Dezember 1827 wird anläßlich des 100. Jahrestages der Übergabe der weiß-blauen Fahne mit der Aufschrift “Weißbäcker-Innung” und dem Innungswappen durch Kurfüst Friedrich August I. dem Starken an die Bäckerinnung eine weitere Striezelübergabe erwähnt.
Eine weitere Christstollen-Übergabe am zweiten Weihnachtsfeiertag durch die ansässige Bäckerinnung an den König wurde 1888 in der “Tageschronik von Dresden erwähnt.
In der Festschrift zum 800. Wettiner-Jubiläums wird 1889 der sächsische Bäckeraufzug erneut erwähnt. Nach Schützenvereinen und Militärvereinen beteiligten sich in der Abteilung der sächsischen Gewerbe- und Handwerkervereine der Verband Sächsischer Bäcker-Innungen und Konditoren-Kreisinnung zu Dresden an dem großen Festumzug.
Das jährliche Stollenfest in Dresden am Samstag vor dem zweiten Advent knüpft an diese alte Tradition an.
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